Das Ende der Demokratie und der Anfang der Diktatur
Dorothy Thompsons brisante politische Reportagen vom Untergang der Weimarer Republik und dem Beginn der NS-Diktatur
Über die Veranstaltung
Zum Abschluss unseres Jahresthemas 2026 „Aspekte der Demokratie“ widmet sich dieser Vortragsabend der Analyse des demokratischen Zerfalls und der Entstehung autokratischer Strukturen.
Ende 1931 interviewte die US-amerikanische Journalistin Dorothy Thompson (1893–1961) Adolf Hitler in Berlin. Ihr darauffolgendes Buch „I Saw Hitler!“ (1932) führte 1934 zu ihrer Ausweisung aus Deutschland. Der Neuerscheinungsband „Der Anfang der Diktatur“ (November 2026, Verlag Das vergessene Buch) versammelt ihre Reportagen aus den Jahren 1933 und 1934, in denen sie den Übergang von der Weimarer Republik zur NS-Diktatur präzise dokumentiert.
Gastreferent
Prof. Dr. Oliver Lubrich (Universität Bern), Herausgeber der deutschen Erstausgaben von Dorothy Thompsons Werken, führt in den historischen Kontext ein. Er stellt die Vergleiche und Parallelen zu gegenwärtigen Entwicklungen heraus, in denen Autokratismus und Populismus moderne Demokratien gefährden.
Über Dorothy Thompson (1893–1961)
Dorothy Thompson zählte zu den einflussreichsten Journalistinnen der Vereinigten Staaten. Sie berichtete über entscheidende historische Ereignisse in Europa, interviewte Persönlichkeiten wie Trotzki, Atatürk und Freud und warnte frühzeitig vor den Gefahren des Faschismus. Das Time Magazine bezeichnete sie als eine der mächtigsten Frauen Amerikas ihrer Zeit.
Pressestimmen
„Erneut und in hohem Tempo aber vollzieht sich die Demontage einer Demokratie, und wir erleben sie mit, so wie Dorothy Thompson den Untergang Weimars – live, in 3D und Farbe.“
— Christian Staas, DIE ZEIT
„Man kann in diesen Texten dem Untergang der Weimarer Republik gewissermassen live zuschauen, kann die Dynamik mitverfolgen, an deren Ende sich die Demokratie selbst abschafft.“
— Harald Staun, FRANKFURTER ALLGEMEINE SONNTAGSZEITUNG
„Die große Journalistin und Exzentrikerin Dorothy Thompson wird wiederentdeckt.“
— Wolfgang Paterno, PROFIL